Meine erste Eingewöhnung. Und warum sie zur schlimmsten wurde, die ich je erlebt habe.
- 6. Juli
- 2 Min. Lesezeit
von Hanna Huber
Ich war frisch aus der Ausbildung. Aufgeregt, motiviert, bereit. Meine erste Eingewöhnung waren Zwillinge.
Die Mama zog die beiden im Gang aus und kam mit ihnen ins Gruppenzimmer. Ich drehte mich kurz um und beantwortete die Frage eines anderen Kindes. Als ich mich wieder umdrehte, war die Mama weg. Sie hatte gedacht, ein schneller Abschied sei das Klügste. Die Zwillinge standen allein im Raum und hatten Panik. Sie schrien vor Angst, die Mama war nicht sofort erreichbar. Fünf, zehn Minuten völlige Überforderung, bei den Kindern, bei mir, bei der Mutter.
Die Eingewöhnung dauerte am Ende vier Monate. Und ich schwor mir: So läuft das nie wieder. Nie wieder möchte ich mich so ohnmächtig und hilflos fühlen.
Was war eigentlich schiefgelaufen? Weder die Ausbildung noch meine damalige Leitung hatten mir gezeigt, wie Eingewöhnung wirklich funktioniert. Es gab kein Konzept in der Kita oder eine Vorbereitung für die Eltern. Nur einen Termin, an dem die Familien kommen durften. Jeder in dieser Einrichtung arbeitete „nach Gefühl“, ohne fachlichen Hintergrund.
Genau das hat mich in den folgenden Jahren nicht mehr losgelassen.
Heute weiß ich, wie die Ankommenszeit im Vorfeld vorbereitet wird, damit alle Beteiligten von Anfang an wissen, was auf sie zukommt und welche Rolle sie im Prozess haben. Ich weiß, welches „Eingewöhnungsmodell“ sich in der Praxis bewährt, warum Eingewöhnungen manchmal ins Stocken geraten und wie man das ändert. Ich weiß, wie erste Abschiede mit sehr wenig bis gar keinen Tränen gelingen und wie in den ersten Wochen eine tragfähige Bindungsbeziehung entsteht.
Kommt dir eine dieser Fragen bekannt vor?
Was tue ich, wenn sich ein Kind einfach nicht beruhigen lässt? Wie gehe ich mit Eltern um, die unter Zeitdruck stehen? Was mache ich, wenn der Abschied den Eltern selbst so schwerfällt? Wie begleite ich mehrere Kinder gleichzeitig und werde dabei auch dem Rest der Gruppe noch gerecht? Warum fühlt sich die Begleitung der Eingewöhnung bisher so schwer an?
Diese Fragen begleiten viele Fachkräfte durch die gesamte Ankommenszeit.
Oft mit einem mulmigen Gefühl im Bauch, das einfach nicht weichen will. Dabei muss sich die Ankommenszeit nicht schwer anfühlen.
Mit den richtigen Werkzeugen und dem Wissen, worauf es wirklich ankommt, kannst du diese sensible Phase souverän, fachlich fundiert und mit Leichtigkeit begleiten. Wenn du dich angesprochen fühlst dann kommt zu meiner Veranstaltung „Eingewöhnung im Kindergarten“.
📅 11.07.2026, 09:30–12:00 Uhr
📍 Herzwerk
👥 Für Fachkräfte
(Am 17.08.2026 gibt es außerdem ein Angebot für Eltern.)
Hier kannst du dich anmelden: https://www.herzwerkpaedagogik.com/event-details/eingewohnung-im-kindergarten-durch-bindungsorientierung-das-ankommen-neuer-familien-mit-leichtigkeit-begleiten
Nach dieser Veranstaltung weißt du, wie du Familien bedürfnisorientiert durch die Eingewöhnung begleitest und gleichzeitig eine stabile Bindungsbeziehung aufbaust. Du bist dir deiner Rolle in dieser Zeit bewusst und gewinnst echte Handlungssicherheit für die ersten Abschiedsmomente.
Und natürlich bleibt Zeit für deine Fragen und für Austausch.
Wollen wir gemeinsam dafür sorgen, dass KEINE Eingewöhnung mehr so läuft wie meine erste und du mit entspanntem Gefühl der Begleitung entgegen siehst?



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